Hauen ist doof! – Gewaltprävention in der Arbeit mit Kindern

 

Ganztags- oder Mehrtages-Seminar / -Workshop

 

Situationen, bei denen Gewalt in verschiedener Form und Schwere bzw. Intensität ausgeübt wird, sind in der Arbeit mit Kindern leider keine Seltenheit. Mit derartigen Situationen sind PädagogInnen häufig konfrontiert. Nicht immer handelt es sich um physische Gewalt. Psychische und verbale Gewalt spielt oft auch eine große Rolle. Streit und Konflikte sind in einem bestimmten Rahmen Teil der Normalität kindlichen Zusammenseins, denn junge Menschen mit unterschiedlichen Interessen, Verhaltensweisen und Gefühlen treffen hier aufeinander. Sind solche Konflikte jedoch sehr häufig und zudem mit Gewalt unterlegt, sind sie auch immer ein Zeichen dafür, dass etwas in der Art des Umgangs miteinander nicht stimmt. Die verantwortlichen PädagogInnen können und sollten hier Voraussetzungen schaffen, dass die Kinder zukünftige Konflikte auch ohne Gewalt lösen und verarbeiten können.

Kinder reagieren in Konflikt- und Stresssituationen oft erst gewalttätig, wenn sie entweder keine anderen passenden Verhaltensweisen parat haben, mit der Situation überfordert sind oder mit ihren Gefühlen nicht umgehen können und impulsiv reagieren. Daher ist es wichtig den Kindern zu zeigen wie sie mit ihren natürlichen Gefühlen und ihrem impulsiven Reaktionen umgehen können, ohne eine andere Person physisch oder psychisch zu verletzen. Diese Verhaltensweisen zu vermitteln, den dahinter liegenden Sinn zu verdeutlichen, ein solches konfliktvermeidendes Verhalten aber auch zu trainieren, kann Teil der alltäglichen Arbeit mit der jeweiligen Gruppe sein.

 

Im Rahmen dieses Tagesseminares sollen die TeilnehmerInnen vor allem die Gelegenheit erhalten zu reflektieren und zu diskutieren, welche Möglichkeiten der Gewaltprävention in der täglichen Arbeit tatsächlich sinnvoll einsetzbar sind. Hierbei soll eine Reihe erprobter Methoden vorgestellt und zugleich die praktischen Umsetzungsmöglichkeiten intensiv diskutiert werden.

 

  • Betrachtung unterschiedlicher Formen von Gewalt in der Arbeit mit Kindern
  • Aufarbeitung der Ursachen, die in Konfliktsituationen zur Anwendung von Gewalt führen
  • Methoden/Übungen zur Steigerung der sozialen und emotionalen Kompetenz
  • Übungen zur Herausbildung angemessener Verhaltensweisen in der Gruppe und zur Entwicklung von Einfühlungsvermögen, Impulskontrolle und des Umgangs mit Ärger und Wut
  • Gemeinsame Überlegung zu Möglichkeiten der Implementierung einer Anwendung verschiedener Präventionsbausteine in der eigenen Arbeit mit Kindern

 

Methoden:  Trainerinput, praktische Übungen, Kleingruppenarbeit, Gruppendiskussionen, Erfahrungsaustausch 

 

Zielgruppe:     Pädagogische Fachkräfte und ehrenamtlich Tätige in der Arbeit mit jungen Menschen